Poesie

Poesie2016-12-13T23:48:16+00:00

Es ist besser für sich selbst zu schreiben und kein Publikum zu haben,
als für Publikum zu schreiben und kein Selbst zu haben.

Cyril Connolly

Zyklen

Reihen sich aneinander,
gleiten ineinander.
Verwirrend, entwirrend,
begleiten sie uns,
ein Leben lang.

Augenblick

Worte prasseln auf mich ein.
Der Stift versagt mir seinen Dienst.
Verschwinden werdet ihr in meinen Gedanken.
Versüßt habt ihr mir diesen Augenblick.

Licht und Schatten

Du, der du gewandelt bist in meinen Straßen.
Du, der du vergessen hast, mich ganz zu verlassen.
Ein Teil von dir ist noch immer hier
und wandert weiterhin in meinen Gassen.
Ich stolpere über die Forderung an dich,
denn es ist dein Schatten der erstrahlen lässt mein Licht.

Erinnerungen versus Sehnsucht

Erinnerungen an dich und an die Zeit mit dir.
An die Liebe und das Vertrauen in mir.

Sehnsucht, nicht nach dir, oder an die Zeit mit dir.
Aber an die Liebe und das Vertrauen in mir.

Er & Sie

Er hat gesucht im Außen,
doch gefunden das Nichts.

Bis er sie getroffen.
Sich selbst in ihren Augen erblickt.
Durch sie fühlt er sich ganz.

Er ließ sie wieder gehen.
Weil er sich nicht traut, er selbst zu sein.

Kuss der Muse – Kuss der Kunst

Geleitet und begleitet durch Ideen.
Vertrauen und Sicherheit durch bereits Erreichtes.
Neugier und Freude am Experimentieren.
Bis hin zur Begegnung mit mir.

Den Kuss der Muse will ich wieder spüren.
Den Kuss der Kunst,
die mich leitet und begleitet.
Bis hin zur Begegnung mit mir.

Gegenwärtig

Du bist gegenwärtig, obwohl mein Auge dich nicht erblickt.
Zart begleitest du mich wenn ich mich bewege.
Erdachtes und Mitgebrachtes durchstreifen meine Gedanken.
Berauscht fühl ich mich noch immer.
Die Promille der Gefühle sind es, die mich bewegen.
Umso verwirrter, dass du dich in keinem der Räume befindest.
Oder doch?
In den Räumen meiner Gedanken bist du gegenwärtig.

Betrachtungen

Still bist du, und doch – ich mag es dich zu betrachten.
Nicht zu wissen was in dir vorgeht, was du denkst und was du fühlst.
Ich mag es, dich in deiner Stille zu betrachten.
Und doch – ich warte darauf zu wissen,
wie du es magst mich zu betrachten.

Traum

Besinnen muss ich mich,
es war kein Traum, wir waren gemeinsam in diesem Raum.
Eingetaucht mit dir in die Unendlichkeit, wo Nähe und Distanz sind eins.
Sinn und Inhalt überlappen sich, überraschen mich.
Noch zarter bist du gegangen, bin noch in dir verfangen.
Betreten will ich wieder diesen grenzenlosen Raum, denn es war kein Traum.


Dich

Wiedergetroffen.
Dem Kennenlernen keinen Platz gegeben.
Deine Absicht nicht erkannt.
Geglaubt, gehofft, vertraut.
Welch Irrsinn hat von mir Besitz ergriffen?
Unerkannt entkommen
Du.


Kriegerin des Lichts

Im Blickfeld die Vergangenheit, die schmerzhaft sie durchbohrt.
Ignoranz war es, die sie so tief verletzte.
Rückzug, um Haltung zu bewahren und weiter zu bestehen.
Fassungslos betrachtet sie ihre Wunden.
Braucht Zeit um zu begreifen, braucht Zeit um zu realisieren.
In der Bewegungslosigkeit ist sie gewiss,
……und irgendwann stehe ich wieder auf.

Die Kunst

Strich um Strich bricht es aus mir heraus.
Zeigt auf, was in mir ist.
Sich verstecken will, und doch gleichzeitig nach Außen drängt.
Verzweiflung, Ohnmacht, Schmerz, erblicke ich auf vielen Blättern.
Aufgeben will ich.
Nein, will bleiben und warten.
Zu hoch ist der Preis, nicht ich selbst zu sein.
Kann vertrauen der Kunst.